Am Abend des 12. Februar 2025 fand im Gemeindezentrum Schauerheim die diesjährige Bürgerversammlung statt. Unter den rund 70 Teilnehmern waren neben den Bürgerinnen und Bürgern auch Bürgermeister Klaus Meier, die stellvertretende Bürgermeisterin Heike Gareis sowie die Vertreter des Stadtrates Jutta Bauereiß, Martin Hufnagel, Alexander Müller und Günther Leidenberger gekommen.
Begrüßung
Die Bürgerversammlung begann kurz nach 19:00 Uhr mit einer herzlichen Begrüßung durch den ersten Bürgermeister Klaus Meier.
Der erste Tagesordnungspunkt „Wärmeplanung der Stadt Neustadt a. d. Aisch – Wärmenetze in Schauerheim möglich?“ begann mit einem kurzen Vortrag von Florian Witzler, dem Klimaschutzmanager der Stadt Neustadt. Er berichtete über die Hintergründe und den aktuellen Stand der Wärmeplanung. Anschließend vertiefte Sven Summ, Heizungsbauer und Betreiber eines Wärmenetzes in Diebach, das Thema. Er erläuterte den Aufbau, die Funktionsweise und die Vorteile von Wärmenetzen sowie deren Beitrag zum Klimaschutz.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten zudem die Möglichkeit, sich für eine weiterführende und vertiefende Veranstaltung zu registrieren. Bisher sind 16 Anmeldungen eingegangen.
Präsentation der Ereignisse des letzten Jahres
Anschließend berichtete der Ortssprecher Achim Pfund über die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen des vergangenen Jahres in der Gemeinde. Die im Bericht vorgestellten Punkte können über den folgenden Link eingesehen werden:
https://www.schauerheim.de/tag/buergerversammlung2025
Besondere Erwähnung fand die Errichtung eines Urnengrabs, das in der letztjährigen Bürgerversammlung angeregt wurde, sowie die Schaffung eines Multifunktionsfeldes für die Kinder und Jugendlichen im Ort.
Zusätzlich wurde auf eine Spende der Stadt für die professionelle Rasenpflege des Sportplatzes hingewiesen. Ebenfalls realisiert wurden weitere Maßnahmen aus der letztjährigen Bürgerversammlung, wie das Einschalten der Straßenbeleuchtung und die Erweiterung der Webseite um die Kontaktdaten der Schauerheimer Vereine.
Herr Pfund bedankte sich ausdrücklich beim Bürgermeister und dem Stadtrat für ihre Unterstützung, ohne die diese Projekte nicht hätten umgesetzt werden können.
Bürgermeister Klaus Meier informierte zudem über den aktuellen Stand der seit Längerem laufenden Projekte Erweiterung des Wohngebiets Weinbergstraße und Freiflächen-Photovoltaikanlage (PV) am Marberg. Die geplante PV-Anlage auf dem Dach des Gemeindezentrums wird nach umfassender wirtschaftlicher Prüfung nicht realisiert.
Geplante Maßnahmen 2025
Der Ortssprecher Achim Pfund präsentierte anschließend die Anträge für das kommende Jahr. Diese wurden auf Grundlage von Bürgeranregungen im Laufe des Jahres sowie durch Umfragen bei den Schauerheimer Vereinen und Familien erstellt:
- Verkleinerung der Einfahrt zum Sportplatz, um zu verhindern, dass Splitt auf die Flurstraße und den Fahrradweg gespült wird.
- Installation einer Outdoor-Tischtennisplatte für Kinder und Jugendliche am Multifunktionsfeld.
- Antrag auf Installation einer Klimaanlage für den Saal im Gemeindezentrum wurde nach Rücksprache mit dem Dorfverein aus Wirtschaftlichkeitsgründen zurückgezogen.
- Der beantragte Wasserspielplatz kann vermutlich erst im nächsten Jahr mit Förderung realisiert werden; eine Standortsuche ist noch erforderlich.
Schauerheimer Allerlei
Unter dem Punkt „Schauerheimer Allerlei“ wurde der Kauf der Grünfläche in der Hohlgasse durch die Stadt angesprochen. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass keine Gegenstände vor die Container (Altkleider-, Glas- und Grüncontainer) gestellt werden dürfen, wenn diese voll sind. Die Gegenstände müssen wieder mitgenommen und zu einem späteren Zeitpunkt entsorgt werden. Kontaktnummern zur Beauftragung einer Leerung sind auf den jeweiligen Containern angegeben. Auch die Schauerheimer Webseite bietet hierzu Informationen an, sollte erst daheim ein Telefon zur Verfügung steht.
Des Weiteren betonte Herr Pfund, dass die Integration von Neubürgern in Schauerheim für die Dorfgemeinschaft von großer Bedeutung ist und und lud alle ein, sich dabei aktiv einzubringen. Er erklärte zudem seine Bereitschaft, Neubürgern das Dorfleben näherzubringen und steht hierfür als Ansprechpartner zur Verfügung.
Fragen, Anliegen und Anregungen
Die Bürgerversammlung endete mit einer offenen Fragerunde, in der die Teilnehmer ihre Fragen an den Bürgermeister und die Vertreter des Stadtrates richten konnten.
Zunächst wurden die im Vorfeld anonym und schriftlich beim Ortssprecher eingegangenen Wünsche und Anfragen vorgelesen:
Wünsche an den Ortssprecher:
- mit GBV die Kinderfichte besprechen / organisieren
- Auch das „Altdorf“ vertreten
- Ladung für Bürgerversammlung nicht mit Werbung austragen
- Wichtige Bekanntmachungen nicht nur im Internet veröffentlichen (z.B. Veranstaltungskalender)
Der Ortssprecher Achim Pfund betonte bei der Vorstellung der Punkte, dass die Einladung zur Bürgerversammlung ab diesem Jahr an alle Haushalte ausgetragen wurde, ebenso wie der Veranstaltungskalender. Darüber hinaus hob Herr Pfund hervor, dass Einladungen stets auch in schriftlicher Form erfolgen und alle Informationen spätestens bei der jährlichen Bürgerversammlung jedem Bewohner – auch ohne Internetzugang – zugänglich gemacht werden.
An das Dorf / die Dorfgemeinschaft wurden folgende Wünsche herangetragen:
- Neusiedler sollen sich nicht abschotten (meiden von Dorffesten, Silvesterfeier)
- Hundekotbeutelspender nicht nur im Birngarten
- Hunde nicht in Gärten und Wiesen lassen (siehe: Rathausbote 02/2025 Seite 5)
- Reinhalten von Rinnsteinen / Räum- und Streupflicht ins Gedächtnis rufen (siehe: Rathausbote 12/2024 Seite 14)
- Öffentlicher Verkehrsraum öffentlich bleiben (Flurstraße)
Herr Pfund wies darauf hin, dass die angesprochenen Punkte anonyme Einzelmeinungen darstellen und nicht alle aus seiner Sicht zutreffen. So sind Neubürger bereits in vielen Vereinen aktiv und auch in Vorstandsposten vertreten. Zudem gibt es Hundekotbeutelspender in der Flurstraße und der Weinbergstraße sowie – wie in der Bürgerversammlung 2024 beschlossen – einen weiteren am Friedhof.
Anschließend hatten die Bürgerinnen und Bürger das Wort und konnten ihre Anliegen vorbringen. Diese umfassten:
- Wunsch nach der Installation eines Defibrillators am Kindergarten
- Anfrage nach einem Mülltonnenunterstand für die Ortsburschen
- Renovierung oder Erneuerung der Sitzgarnitur an der Kulturscheune / Aisch
- Verkehrsproblematik in der Blumenstraße: Wunsch nach Haifischzähnen auf der Fahrbahn und bessere Sichtbarkeit des 30-km/h-Schildes
- Anfrage, ob auf der Straße nach Diebach in Höhe des Birkenwegs bereits Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt wurden
- Suche nach Lösungen für die beobachteten Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Hauptstraße / am Ortsausgang in Richtung Nesselbach
Die genannten Punkte werden mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung besprochen. Ihre Umsetzung hängt von der technischen Machbarkeit sowie den Entscheidungen des Bürgermeisters und des Stadtrates ab.
Abschluß
Insgesamt war die Bürgerversammlung ein erfolgreicher und konstruktiver Austausch zwischen den Bürgern und den Vertretern der Stadt. Sie trug dazu bei, die Transparenz und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den Entscheidungsprozessen in der Gemeinde zu stärken.
Ein besonderer Dank gebührt den Mitgliedern des Dorfvereins, die die Bewirtung des Abends übernommen haben.
Fragen und Anregungen können natürlich auch noch nach der Versammlung per Telefon oder formlos per Email eingebracht werden. Falls Punkte nicht aufgelistet wurden, bitte auch gerne melden.